Klassenrat

Was ist ein Klassenrat?

Paul aus der 6a sieht das so:

Im Klassenrat klären oder besprechen wir unsere Probleme. Dort gibt es:

  • einen Moderator,
  • einen Zeitwächter,
  • einen Regelwächter,
  • einen Kistenwächter
  • und einen Protokollmeister

Auch der Lehrer und der Erzieher sind dabei. Wir machen am Anfang eine Positiv-Runde und eine Negativ-Runde. Da sagt jeder, wie die Woche so war.

Als zweites liest der Kistenwächter alle Problemzettel vor. Danach besprechen wir die Probleme und suchen Ideen. Der Protokollmeister schreibt alle Ideen auf.

Dann stimmen wir ab. Die Idee mit den meisten Stimmen, wird angenommen und alle müssen sich in Zukunft daran halten.

Soweit Paul und seine Erfahrung mit dem Klassenrat.

Natürlich gibt es noch mehr dazu zu sagen.

Die Regionalen Arbeitsstellen für Ausländerfragen, Jugendarbeit und Schule Brandenburg e.V. beschreiben einen Klassenrat so:

"Der Klassenrat ist eine instituionalisierte, regelmäßige Zusammenkunft aller Schüler/-innen einer Klasse (+ Lehrer/-in) mit deutlich strukturiertem Ablaufund klarer Rollenverteilung, mit dem Ziel, soziales Verhalten, Verantwortungsbewusstsein, Problemlösefähigkeiten und Gemeinschaftsgefühl einzuüben.

Für die meisten Kinder und Jugendlichen ist die Schule der Bereich, der neben dem Elternhaus ihr Leben bestimmt. Hier sollen sie lernen, eigenständig zu denken, für die eigene Meinung einzutreten und sich zu behaupten sowie mit anderen zurechtzukommen, zuzuhören, auf andere zuzugehen oder sich zurückzunehmen für ein gemeinsames Ziel.

Probleme, die das Zusammenleben in der Klasse betreffen, sind für Kinder und Jugendliche höchst bedeutsam und sie sind in der Regel bereit, bei der Lösung von Problemen zu kooperieren, wenn sie bei einer Entscheidung mitgewirkt haben - selbst wenn die Lösungen die gleichen sind, die der Lehrer oder die Lehrerin zuvor viele Male ergebnislos vorgeschlagen hat.

Eine Schulklasse kann ein fast unerschöpfliches Reservoir an originellen Ideen zur Lösung von zwischenmenschlichen Problemen darstellen, wenn man den Kindern bzw. Jugendlichen erlaubt und sie ermutigt, ihre Vorschläge zum Ausdruck zu bringen. Gerade Schülerinnen und Schüler , die etwas am Rande stehen, haben hier eine Chance, wertvolle Beiträge für die Gemeinschaft beizusteuern."